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Die 24.Internationalen Deutschen Meisterschaften der Masters „Lange Strecken“ fanden vom 22. – 24.02.2008 in Köln statt.
Es nahmen insgesamt 664 Schwimmerinnen und Schwimmer aus 248 Vereinen des Deutschen Schwimmverbandes sowie aus den Niederlanden, der Schweiz, Polen, Luxemburg und Österreich teil.
Die Anzahl der Einzelstarts betrug 1239 und die der gemeldeten Staffeln 140.
Von den Robben konnten sich in diesem Jahr nicht einmal eine Hand voll Schwimmer aufraffen, dort zu starten. Einige waren beruflich zu sehr eingespannt, andere waren wegen des frühen Termins noch nicht vollständig aus dem Winterschlaf erwacht. Allerdings trug die zu den Vorjahren geänderte Wettkampffolge massiv zur Entscheidung gegen den Wettkampf bei. Denn die bei uns so begehrten 200m Rücken wurden vom Samstag auf den Freitag verlegt, dafür waren die langen Kanten 800 und 1500 Freistil nun am Samstag.
Jedenfalls war es schade, dass so wenige gefahren waren, denn so konnten keine Staffeln geschwommen werden, die in den Jahren zuvor eigentlich immer für Medaillen gut waren.
Am Start waren Andrea Streichan (AK 35), Stefan Kamlage (AK 40) und Christian (Kiki) Karolyi (AK 40) … ach ja, und unsere Schlachtenbummlerin Raphaela Richter. Eigentlich wollte sie selbst über 200m Rücken teilnehmen, konnte aber am Freitag keinen Urlaub bekommen. Und so war sie zusammen mit Kiki am Freitag Abend angereist, ganz ohne schwimmerische Verpflichtungen, zur moralischen Unterstützung.
Stefan und Andrea waren bereits am Freitag früh bzw. Mittag in Köln mit dem Flugzeug eingetroffen und hatten sich dann gemeinsam zum Schwimmbad aufgemacht (Stefan hatte einen Mietwagen), um noch ein paar Bahnen locker zu schwimmen. Dieses Unterfangen sollte sich allerdings nicht ganz so einfach darstellen wie geplant. Der 1.FC Köln hatte ausgerechnet an diesem Freitag ein Heimspiel, und das Stadion befand sich in unmittelbarer Nähe des Bades.
Wir teilten also die selbe Strecke mit schätzungsweise 1000 anderen und 2. musste ja auch noch ein Parkplatz her. Irgendwie und irgendwann hatten wir dann endlich das Schwimmbad erreicht, mussten dann aber feststellen, dass sich statt Schwimmern schon das Reinigungspersonal am Becken zu schaffen machte. Naja, für 400m Slalomschwimmen zwischen Reinemach-Schläuchen und einer heißen Dusche hatte es noch gereicht.
Die nächste Odyssee eröffnete sich für Stefan und Andrea beim Versuch, das Hotel zu finden. Wir kurvten in der Dunkelheit in irgendeinem Gewerbegebiet im Ort Frechen herum und suchten vergeblich ein Hotel namens „Dynamit“ – wahrscheinlich war es schon vor Jahren explodiert. Nicht sonderlich hilfreich hierbei war die Angabe der Hausnummer auf der Zimmerbestätigung, da keines der Gewerbeobjekte eine besaß. Auf dem Hinterhof eines Teppichlagers sind wir dann doch noch zu unserem Hotel gekommen; es stellte sich aber als völlig passabel heraus.
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| Am nächsten Tag begannen für uns die Wettkämpfe. Als erster startete Stefan über 1500m Freistil in der AK 40. Er wurde 4. in einer Zeit von 18:59,14 min.
Kiki, den schon im Vorfeld Rückenprobleme plagten, war als nächste Robbe an der Reihe. Er konnte nur wenig trainieren und hatte immer noch Schwierigkeiten mit dem Rücken. Um so mehr ist ihm anzurechnen, dass er sich dennoch der Herausforderung über 200m Schmetterling stellte. Moralisch natürlich gestützt von Raphaela. Er wurde trotz der widrigen Randbedingungen 5. in einer Zeit von 2:35,61 min.!
Für Andrea, die im Juni letzten Jahres eine kleine Tochter bekommen hatte, war dies der 3.Wettkampf seit der Entbindung. Ihr Start über die 800m Freistil brachte mit einer Zeit von 10:17,43 min. den unglaublichen 2. Platz ein!
Am nächsten Tag standen für Andrea und Stefan noch 400m Freistil auf dem Programm.
Mit einer ordentlichen Portion Wut im Bauch, weil die Zeit über 1500m Freistil für ihn nicht zufriedenstellend war, ging Stefan ins Rennen. Und das zahlte sich am Ende aus: Er belegte in einer Zeit von 4:37,69 min. den 2. Platz! … da strahlte dann aber jemand bis über beide Ohren …
Andrea lieferte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit einem einheimischen Mädel, bei dem ihr leider am Ende ein paar Körnchen zum Sieg fehlten. Und so erreichte sie in einer sagenhaften Zeit von 4:55,48 min. den 2.Platz.
Glücklich über die tollen Resultate reisten wir im Anschluss wieder nach Berlin zurück.
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Zusammenfassung der Zeiten und Platzierungen:
( )-Werte Anzahl der Teilnehmer
Andrea Streichan (AK 35) 800F 10:17,43 2.Platz (14)
400F 4:55,48 2.Platz (12)
Stefan Kamlage (AK 40) 1500F 18:59,43 4.Platz (14)
400F 4:37,69 2.Platz (16)
Christian Karolyi (AK 40) 200S 2:35,61 5.Platz (8)
(Andrea Streichan) |
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